Was Sie schon immer über das Übersetzen und Dolmetschen wissen wollten – Die 22 häufigsten Irrtümer

Die Vorstellungen, die über den Beruf des Übersetzers kursieren, stammen entweder aus den 70er Jahren, basieren auf unverwüstlichen Vorurteilen oder sind schlicht und ergreifend falsch. Wenn Sie Nichtübersetzer und Branchenfremde fragen, was sie sich unter einem Übersetzer vorstellen, werden Sie eine oder mehrere der folgenden, weit verbreiteten Antworten erhalten:

01 Übersetzen ist das Übertragen von Wörtern in eine andere Sprache

Weit gefehlt! Auf kurze, eindeutige, kontextunabhängige Wörter und Sätze mag das zutreffen. In der Regel geht es aber darum, Sinn und Inhalte zielgruppengerecht zu übertragen. Das ist ein Grund, warum maschinell erstellte Übersetzungen oft inakzeptable Ergebnisse liefern. Beispiel: „Egal, was sie trinken will, besorg’s ihr.“ Viel Fantasie ist nicht erforderlich, um sich die möglichen Folgen einer Fehlübersetzung vorzustellen.

02 Übersetzen ist ein Kinderspiel

Ein Personal Computer und ein paar Softwareprogramme genügen und schon kann man loslegen. Weit gefehlt! Werkzeuge sind unverzichtbar, aber „A fool with a tool is still a fool“. Professionelle (freiberufliche) Übersetzer sind u. a. mit folgenden Fertigkeiten und Eigenschaften ausgestattet: Profunde Sprach- und Fachkenntnisse, Werkzeugkenntnisse, Schreibfertigkeiten, betriebswirtschaftliches Know-how, unternehmerisches Denken, Informations- und Recherchehunger, Lern- und Kritikfähigkeit.

03 Ein gemeinsprachliches Wörterbuch und ein Fachwörterbuch genügen

und schon können sich Einsteiger oder Nichtübersetzer ans Übersetzen machen. Weit gefehlt! Wörterbücher sind in erster Linie Nachschlagewerke, deren Hauptzweck darin besteht, die Suche nach der bestmöglichen Übersetzung zu unterstützen. Die kontextspezifische, druckreife Übersetzung steht jedoch eher selten in einem Wörterbuch. Meine Professorin pflegte immer zu sagen: „Das Übersetzen fängt dort an, wo das Wörterbuch aufhört.“ Das war vor vielen Jahren so und trifft auch heute noch den Nagel auf den Kopf.

04 Eine Übersetzung ist unantastbar

Weit gefehlt! Theoretisch ist eine Übersetzung nie fertig. Nach vier Überarbeitungen mag die Übersetzung endlich „rund“ sein, doch bei der 5. Überarbeitung wird fast jeder Übersetzer noch etwas zu „verbessern“ haben. Darüber hinaus stimmen zehn Übersetzungen desselben Textes nie überein. Geben Sie zehn Übersetzern denselben Ausgangstext und Sie werden zehn verschiedene Übersetzungen erhalten.

05 Erfolgreiches Übersetzen setzt ein Übersetzerdiplom voraus

Weit gefehlt! Ein Übersetzerdiplom ist nicht zwingend, es ist aber eine sehr gute Basis für den Einstieg in die Welt des professionellen Übersetzens. Den Königsweg zum Übersetzen gibt es nicht. Nicht selten bringen Übersetzer ohne Diplom die besseren Übersetzungen zustande.

06 Ein Medizinübersetzer muss Medizin studiert haben

Weit gefehlt! Es ist unstrittig, dass ein Medizinstudium sich sehr vorteilhaft auf die Qualität von Medizinübersetzungen auswirken kann. In der Praxis haben jedoch viele Medizinübersetzer nicht Medizin (Wirtschaft, Recht usw.) studiert. Hätten sie das, wären sie vermutlich Arzt (Betriebswirt, Rechtsanwalt usw.).

07 Übersetzer arbeiten für Peanuts

Weit gefehlt! Auf einen Teil der Übersetzer mag das zutreffen. Der Übersetzermarkt ist sehr zersplittert und viele Übersetzer sind Einzelunternehmen. Ein Teil ist nebenberuflich tätig, so dass andere Einkommensquellen den Lebensunterhalt sichern. Freiberufliche Vollzeitübersetzer kalkulieren jedoch anders, insbesondere wenn Einnahmen ausschließlich durch Übersetzungstätigkeit erzielt werden. Letzten Endes kommt es auf die Positionierung im Markt, auf die Art der Aufträge und auf die Zielgruppe an.

08 Übersetzer verlangen zu viel Geld

Weit gefehlt! Professionelle Übersetzer erbringen mindestens dieselbe intellektuelle Leistung wie Ärzte, Anwälte, Informatiker usw., sie erreichen aber im Durchschnitt nicht deren Honorarniveau. Hüten Sie sich vor Billiganbietern! Gute Übersetzungen sind ihr Geld wert, billige sind mit Vorsicht zu genießen.

09 Übersetzen ist eine intellektuelle und einsame Beschäftigung

Weit gefehlt! „Intellektuell“ trifft in vielen Fällen zu, aber „einsam“ nicht unbedingt. Heute ist kaum ein Übersetzer von der Außenwelt abgeschnitten, ganz im Gegenteil. Viele sind mit Kollegen und Kunden vernetzt und tauschen Meinungen und Wissen aus, Internet sei Dank! Telefon und E-Mail gibt es schon lange, soziale Netzwerke wie XING, LinkedIn, Twitter und Übersetzerportale sind hinzugekommen. In größeren Städten finden regelmäßige Übersetzerstammtische oder Fortbildungsveranstaltungen statt.

10 Jeder Übersetzer beherrscht zahlreiche Fremdsprachen

Weit gefehlt! Entgegen der landläufigen Meinung ist eine Sprachkombination völlig ausreichend und kann für ein zufriedenstellendes Auftragsvolumen sorgen. Das Übersetzen aus der Fremdsprache in die Muttersprache ist Standard – Ausnahmen bestätigen die Regel, vor allem, wenn es sich um seltene Sprachkombinationen handelt.

11 Übersetzer sind in allen Fachgebieten zuhause

Weit gefehlt! Kennen Sie einen Augenarzt, der zugleich Herzspezialist, HNO, Orthopäde, Gynäkologe und Onkologe ist? Es ist schon eine große Herausforderung, in einem Fachgebiet Exzellenz-Status zu erreichen und auf dem Laufenden zu bleiben. Darüber hinaus sind Experten gefragter als Generalisten und erzielen höhere Honorare.

12 Übersetzer haben den Inhalt von Wörterbüchern im Kopf

Weit gefehlt! Allein die englische Sprache kennt über 300.000 Wörter und Redewendungen. Kein Mensch verfügt über so viel „RAM“ (random-access memory) oder „Festplattenspeicher“. Ist Ihnen ein Anwalt bekannt, der alle Gesetze, Gesetzestexte und Paragraphen aller Themenbereiche auswendig kennt?

13 Übersetzer sind Besserwisser

Weit gefehlt! Übersetzer sind Perfektionisten, das liegt in der Natur der Sache. Wären sie es nicht, hätten sie ihren Beruf verfehlt. Sätze oder Texte werden so lange von allen Seiten unter die Lupe genommen, bis sie „perfekt” sind. Sie werden wie Edelsteine geschliffen und poliert, bis sie in vollem Glanz erscheinen. Im Idealfall kann der Leser nicht erkennen, dass es sich um eine Übersetzung handelt.

14 Übersetzer sind Frauen mit einem gut verdienenden Partner

Weit gefehlt! Zutreffend ist, dass der Großteil der Übersetzer weiblichen Geschlechts ist, aber Vollzeit arbeitende Übersetzerinnen sind unabhängig und haben nichts dagegen, wenn ihre Partner auf eigenen Beinen stehen.

15 Übersetzer, die Fragen stellen, haben fachliche Defizite

Weit gefehlt! Das Gegenteil ist der Fall. Ein Übersetzer, der Fragen zur Klärung eines Sachverhaltes oder eines Begriffes stellt, zeigt, dass er sich sehr intensiv mit dem Anliegen des Kunden befasst und professionell arbeitet. Sorgfältige Übersetzer decken Fehler in den Ausgangstexten auf und tragen somit wesentlich zur Qualitätssicherung bei. Davon abgesehen sind die Ausgangstexte nicht selten von Nichtmuttersprachlern verfasst und so unverständlich, dass Rückfragen unvermeidbar sind.

16 Ein Übersetzer verbringt den Tag in einer Dolmetscherkabine

oder er stellt sein Können den ganzen Tag in Dolmetschersituationen unter Beweis. Weit gefehlt! Tatsächlich ist ein Teil der Übersetzer auch als Dolmetscher tätig, und nicht wenige Dolmetscher übersetzen auch, aber es kann nicht oft genug wiederholt werden: Ein Übersetzer ist Meister der geschriebenen Sprache, während ein Dolmetscher die Kunst der gesprochenen Sprache beherrscht.

17 Wer übersetzen kann, der kann auch dolmetschen – und umgekehrt

Weit gefehlt! Richtig ist, dass sowohl Übersetzer als auch Dolmetscher Sprache übertragen. Aber: Während Übersetzer sich der geschriebenen Sprache widmen, übertragen Dolmetscher gesprochene Sprache. Folglich erfordert das Übersetzen ganz andere Fähigkeiten und Qualifikationen als das Dolmetschen. An Universitäten wird im Grundstudium beides gelehrt und eingeübt, danach kristallisiert sich ein Schwerpunkt heraus. Tendenziell sind Dolmetscher extrovertiert, Übersetzer introvertiert. Übersetzen ist Handwerk, Dolmetschen ist Mundwerk.

18 Übersetzer lassen sich durch MT- und CAT-Software ersetzen

Weit gefehlt! Maschinelle Übersetzungsprogramme (MT-Tools) können in den Händen von Profis in Bereichen mit hohen Wiederholungsanteilen nützlich sein, sie können und werden humane Übersetzer jedoch niemals verdrängen. MT-Tools können Übersetzer durchaus ergänzen, sie können sie aber keineswegs ersetzen. Gleiches gilt für computergestützte Übersetzungsumgebungen (CAT-Tools) und Übersetzungsdatenbanken (translation memories). MT-Tools sind nicht mit CAT-Tools zu verwechseln.

19 Nur ein Übersetzer, der CAT-Tools einsetzt, ist ein guter Übersetzer

Weit gefehlt! Office-Software, Übersetzungstechnologie und Hardware vom Feinsten nützen nichts, wenn Möchtegernübersetzer Übersetzungen mithilfe von CAT-Tools anfertigen. Auch in der Übersetzerwelt gilt: „Garbage in, garbage out“.

20 Jeder, der zwei Sprachen spricht, kann auch übersetzen

Weit gefehlt! Es gehört mehr dazu (siehe Punkt 02). Was nützt es, wenn die amerikanische Frau meines deutschen Freundes Felix aus einer Medizinübersetzung einen perfekten englischen Text macht, der aber inhaltlich und terminologisch fehlerhaft ist? Das ist wie “Operation gelungen, Patient tot.

21 Übersetzer sind großzügige „Kreditgeber“

Weit gefehlt! Ein Zahlungsziel von maximal 30 Tagen wird von einigen Übersetzern unter Umständen noch akzeptiert, aber Übersetzer, die ihren Kunden ein Zahlungsziel von mehr als 30 Tagen einräumen, gewähren ihnen de facto einen zinslosen Kredit. Wenn Übersetzer längere Zahlungsziele einräumen, sind die Zinsen im Preis enthalten.

22 Eine Übersetzung ist top, wenn der Kunde sie top findet

Weit gefehlt! Welcher Kunde ohne Übersetzungshintergrund ist in der Lage, die Qualität einer Übersetzung beurteilen zu können? Selbst eine richtige und „gut klingende“ Übersetzung kann Fehler enthalten.

Autor: Aniello Scognamiglio, inspiriert durch den Blogartikel von Frau Hippe-Heisler:

http://hippe-heisler.blogspot.co.uk/2011/09/top-10-misconceptions-about-translation.html

 

Wenn Sie mehr erfahren möchten:

Deutsch: http://www.iti.org.uk/pdfs/trans/German.pdf

Englisch: http://atanet.org/docs/Getting_it_right.pdf

Italienisch: http://www.aiti.org/pubblicazioni.html

 

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

Facebook bleibt Einbahnstraße

Düsseldorf, 21. März 2012

Zweite Social-Media-Studie von A.T. Kearney zeigt: Große Verbrauchermarken nutzen Möglichkeiten von Facebook zur Zwei-Wege-Kommunikation nicht aus

Obwohl Unternehmen Social Media allgemein als wichtige Priorität für 2012 ausgemacht haben, haben die meisten von ihnen nach wie vor keine Zwei-Wege-Kommunikation mit ihren Kunden etabliert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von A.T. Kearney, in der zum zweiten Mal die Facebook-Auftritte der weltweit 50 größten Marken untersucht wurden. Neben dem Maß an Verbraucherinteraktion wurden die Online-Unternehmenstransparenz sowie die Reaktionsbereitschaft der Unternehmen untersucht. Im Untersuchungszeitraum Dezember 2011 haben von den 48 Marken, die über ein Facebook-Profil verfügen, 27 auf keine einzige Kundenrückmeldung reagiert. 38 von 48 Unternehmen haben immer noch Company-Only oder Company-Filtered Walls. 94 Prozent der Unternehmen schließlich führen Besucher auf eine Seite mit Einweg-Kommunikation. Der Jahresvergleich zeigt, dass sich die wichtigsten Markenunternehmen nach wie vor schwer tun, Social Media im Spektrum der Unternehmenskommunikation anzunehmen. Im Gegensatz dazu jedoch hat die Menge der Online-Nachrichten von Kunden sehr stark zugenommen, was auf die zunehmend wichtige Rolle von Social Media als Kommunikationsinstrument hinweist.

Dr. Martin Fabel, Partner und Marketing-Experte bei A.T. Kearney, erläutert: „Die von uns untersuchten Unternehmen vereinen 180 Millionen Online-Fans auf sich; 3.000 ihrer Posts haben wir uns in unserer Studie näher angeschaut. Dabei haben wir festgestellt, dass die Mehrheit der Unternehmen noch stark in den alten Gewohnheiten der Einweg-Kommunikation gefangen ist, obwohl die User ihrer Erwartung, mit ihren Marken zu interagieren, immer stärkeren Ausdruck verleihen. Zwar gibt es eine Handvoll Marken, die ihre Aktivitäten auf Facebook im letzten Jahr intensiv weiterentwickelt hat, mehrheitlich hinken sie mit ihrer Kommunikation und Interaktion in den sozialen Medien jedoch hinterher.“

Nach wie vor wenig Interaktion

Die Untersuchung hat ergeben, dass 94 Prozent (2011: 91 Prozent) der Unternehmen ihre Besucher auf eine Seite leiten, die lediglich Kommunikation in eine Richtung zulässt.

Darüber hinaus haben 38 von 48 Unternehmen mit einer Facebook-Seite ihre Wall gefiltert, um ausschließlich Company-Only-Posts anzuzeigen, oder ihre Wall auf Unternehmens-Posts begrenzt. Nur ein Unternehmen ist seit der letzten Studie dazu übergegangen, ungefiltert zu kommunizieren.

Auch hinsichtlich der Reaktionsbereitschaft hat sich kaum etwas verändert: 27 von 48 Unternehmen reagierten auf keine einzige Kundenrückmeldung. Nur vier Unternehmen reagierten auf mehr als 25 Prozent der Kunden-Posts. In der Untersuchung aus dem vergangenen Jahr verzichteten 25 von 45 auf jedwede Reaktion gegenüber Kunden.

„Heute sind die Konsumenten vielleicht zufrieden oder sogar überrascht, wenn sie eine direkte Rückmeldung von einem Unternehmen erhalten. Die Kunden von morgen jedoch werden ungleich höhere Erwartungen haben“, so Marketing-Experte Fabel.

Was Verbrauchern „gefällt“

Immer stärker weisen die User darauf hin, welche Art von Interaktion sie wünschen bzw. erwarten. Mit der „Gefällt mir“-Schaltfläche von Facebook als einem Indikator zeigte die neue Studie, dass den Verbrauchern persönliche Unternehmens-Posts durchschnittlich zweieinhalb Mal mehr „gefallen“ als alle anderen Arten von Unternehmens-Posts zusammen.

Dabei wurden vier Arten von Posts untersucht: Persönliche Posts, die aus einer persönlichen Frage oder einem persönlichen Statement der Verbraucher bestehen, aber nicht speziell das Produkt bewerben; Werbe-Posts, die mit einem Gutschein verbunden sein können; informative Posts, die produktrelevante Informationen für die Verbraucher bereitstellen; und schließlich externe Posts, die sich auf Inhalte außerhalb von Facebook beziehen und einen Link mitliefern und vom Unternehmen selbst erstellt sein können, aber nicht müssen.

Hier liegt ein deutlicher Unterschied zum Vorjahresergebnis vor, als 80 Prozent der Verbraucher-„Likes“ über persönliche, werbliche und informative Posts relativ gleichmäßig verteilt waren.

„Wenn man die Verbraucher dazu bekommt, sich zu äußern, dann tun sie etwas für eine Marke – egal, ob sie ihnen ‚gefällt‘ oder sie diese hassen, sie setzen sich für eine Meinung ein. Und genau hier bietet sich ein wichtiger Anknüpfungspunkt für Unternehmen“, erklärt Fabel.

Ähnlich wie im letzten Jahr erfolgte über die Hälfte aller Konsumentenrückmeldungen in direktem Zusammenhang mit persönlichen Unternehmens-Posts. Trotz dieser Tatsache jedoch posten Unternehmen nicht annähernd so viele persönliche Nachrichten wie werbliche oder externe Posts – 61 Prozent der im Rahmen der Studie überprüften Unternehmens-Posts waren werblicher oder externer Natur, nur 13 Prozent waren persönlich.

„Alles deutet darauf hin, dass wir uns nicht nur an Social-Media-Marketing gewöhnen müssen, sondern dass es sich hier um einen Trend handelt, den man so schnell und kreativ wie irgend möglich mitgestalten sollte. Unternehmensinteraktion mit Konsumenten ist ganz klar gefragt und die Verbraucher werden diese Nachfrage immer intensiver zum Ausdruck bringen. Für Unternehmen, die ihnen zuhören und die Chance nutzen, mehr über sie zu erfahren, sind die Chancen enorm”, so Fabel abschließend.

Über die Social-Media-Studie

Die Social-Media-Untersuchung von A.T. Kearney wurde 2010 erstmalig durchgeführt, um den wachsenden Raum zu begreifen, den die sozialen Medien in der Kommunikation und den Verbraucherbeziehungen von Unternehmen aus Handel und Konsumgüterindustrie einnehmen. Die Top-50 Unternehmen wurden aus dem Interbrand-Ranking der weltweit wichtigsten Marken 2011 ausgewählt und die Facebook-Profilseiten anhand verschiedener Kriterien untersucht.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Meike Fuhlrott
Marketing und Communications
A.T. Kearney GmbH
Kaistraße 16 A
40221 Düsseldorf
Deutschland

 

Quelle: A. T. Kearney, Pressemitteilung vom 21.03.2012

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

B2B Online-Monitor 2012 – Kommunikationsstrategie: Erklärtes Ziel mit schlechten Voraussetzungen

20. März 2012

Der B2B Online-Monitor ist erneut Augenöffner des deutschen B2B-Sektors: Die diesjährigen Ergebnisse der Studie zeigen beim Thema Kommunikationsstrategie einen deutlichen Widerspruch zwischen Eigenwahrnehmung der Unternehmen und tatsächlicher Umsetzung. Durchgeführt wurde die Umfrage im dritten Jahr in Folge von Die Firma, Spezialist für digitale B2B-Kommunikation, und dem B2B-Marktforschungsunternehmen Consultic. Die Ergebnisse inklusive Editorial, Executive Summary, Interviews mit namenhaften Kommunikationsexperten und dem Fazit stehen ab sofort unter www.b2b-online-monitor.de kostenfrei zur Verfügung.

Zwar bewerten 87 Prozent der befragten Unternehmen eine ganzheitliche Online-Kommunikationsstrategie als notwendig, rund drei Viertel planen sogar konkret deren Entwicklung oder Ausbau. Dennoch gibt über die Hälfte der Teilnehmer an, dass Geschäftsbereiche nicht gemeinsam an der Entwicklung der Online-Kommunikation beteiligt sind. Die kommunikative Schulung der Mitarbeiter und ihre ganzheitliche Einbindung in die Kommunikationsmaßnahmen fehlen bei 44 Prozent. Rund 70 Prozent der Unternehmen gestehen zudem, dass ihre Software-Lösungen und Web-Technologien nicht oder nur unzureichend miteinander vernetzt sind.

Komplexität und knappe Ressourcen als Stolpersteine

Aufschlussreiches zeigt auch die Frage nach den strategisch wichtigen Teilbereichen zur digitalen Markenführung: Im Durchschnitt beurteilen die Teilnehmer elf von siebzehn Teilbereichen als bedeutsam. Gleichzeitig geben rund drei Viertel aller Unternehmen an, dass sich maximal bis zu fünf Mitarbeiter mit der Online-Kommunikation beschäftigen. Die internen Ressourcen, um die Komplexität der modernen Kommunikationslandschaft strategisch sinnvoll bewältigen zu können, scheinen somit sehr begrenzt. Trotzdem bleiben auch die finanziellen Mittel für externes Know-how knapp: 59 Prozent der Befragten geben jährlich maximal bis zu 50.000 Euro für entsprechende Dienstleister aus.

Social Media und mobile Kommunikation

Social Media und das Thema „Mobile Kommunikation und Anwendungen“ sind bei den Teilnehmern präsent: Die Unternehmen zeigen sich im Bereich Social Media aktiver als im Vorjahr, 38 Prozent sind jedoch mit den bisherigen Ergebnissen unzufrieden. Ursachen sind auch hier eine fehlende Strategie, die 48 Prozent der Befragten einräumen, oder fehlendes Monitoring, das 58 Prozent angeben. Im Hinblick auf mobile Anwendungen verhalten sich insbesondere kleine und mittlere Unternehmen noch abwartend. Das Thema steht allerdings auf der Agenda: Die Hälfte der Teilnehmer erklärt, dass sich der Zugriff auf ihre Website über mobile Endgeräte in den kommenden zwei Jahren mindestens verdoppeln wird. 37 Prozent sehen zudem durch mobile Anwendungen und Funktionen einen Mehrwert für die Kunden und 32 Prozent gehen davon aus, dass ihre Mitarbeiter zunehmend mit mobilen Geräten ausgestattet werden.

„Einerseits ist es erfreulich, dass Themen wie Social Media und mobile Kommunikation in den Unternehmen angekommen sind“, sagt Marco Fischer, Geschäftsführer von Die Firma. „Andererseits erschreckt der Widerspruch zwischen angestrebter Kommunikationsstrategie und den dafür geschaffenen Voraussetzungen. Mit unangepassten Prozessen sowie minimalen personellen und finanziellen Ressourcen bleibt es mehr als zweifelhaft, ob eine vernetzte und ganzheitliche Kommunikation tatsächlich entstehen kann. Im Hinblick auf die Komplexität der heutigen Kommunikationslandschaft muss dies aber zwangsläufig zu Problemen und Misserfolgen führen. Nicht zuletzt weisen zahlreiche Kommunikationstrends im B2B-Bereich in eine Richtung: Zukunftsweisend stellen sich Unternehmen nur mit einem strategischen Ansatz auf, der vernetzt arbeitet, sich konsequent am Kunden orientiert und ein stimmiges Gesamterlebnis erzeugt.“

Methode

Der B2B Online-Monitor 2012 wurde zwischen dem 17. Oktober und dem 30. November 2011 als Online-Befragung durchgeführt. 220 Unternehmensvertreter nahmen daran teil. Die Mehrheit der Teilnehmer ist im Bereich Marketing/Produktmanagement oder Unternehmenskommunikation tätig, ein signifikanter Anteil kommt aus Vorstand oder Geschäftsführung der Unternehmen. Hinsichtlich Unternehmensgröße und -umsatz hat der B2B Online-Monitor eine breite Basis von mittelständischen Betrieben bis zu Unternehmen mit konzernähnlichen Strukturen befragt.

 

Quelle: Pressemeldung, Ronny Drews, Presse & Öffentlichkeitsarbeit,
Telefon: +49 611 2385027 – r.drews(at)diefirma.de

Fotonachweis: Stephanie Hofschläger (pixelio.de)

Übersetzer und Dolmetscher tragen maßgeblich zum Erfolg international agierender Unternehmen bei

Hattingen, 29.02.2012

Die wirtschaftliche Konjunktur ist im Aufwind, die Exporte boomen: 2011 knackten die deutschen Exporte erstmals die Billionen-Marke und stiegen um 11,4 Prozent auf 1.060 Billionen Euro. Diesen internationalen Erfolg verdanken deutsche Unternehmen nicht nur ihren Strategen, Entwicklern und Qualitätsstandards, sondern auch einer Berufsgruppe, die eher im Hintergrund wirkt – den Übersetzern und Dolmetschern. “Im Zeitalter der Globalisierung gibt es kaum ein Unternehmen, das noch ohne Übersetzungsdienste auskommt. Sprachmittler sind das Bindeglied zwischen einem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern und Kunden, ganz gleich ob es um internationale Vertragsverhandlungen geht oder um die Übertragung von technischen Dokumentationen, Betriebsanleitungen und Werbebroschüren in andere Sprachen”, betont Reiner Heard, Vorsitzender des Fachverbandes der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e. V. – ATICOM. Dem Mikrozensus 2010 des Statistischen Bundesamtes zufolge hat sich in Deutschland die Zahl der Übersetzer und Dolmetscher seit 2003 auf 40.000 verdoppelt. Diese Zahlen werden sich in Zukunft noch weiter erhöhen, denn je mehr sich deutsche Unternehmen neue Märkte im Ausland erschließen und internationale Geschäftsbeziehungen unterhalten, desto wichtiger wird die Arbeit von Übersetzern und Dolmetschern.

Verhandlungssicher auf internationalem Parkett
Anders als für manchen deutschen Politiker ist Englisch zwar für viele Geschäftsleute kein
Buch mit sieben Siegeln, sondern zweite Geschäftssprache. Doch wenn es um offizielle Vertragsverhandlungen oder komplexe Geschäftsabschlüsse geht, ist ein professioneller Dolmetscher unverzichtbar. Gleiches gilt in besonderem Maße für Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, die nicht in Europa oder den USA angesiedelt sind, denn schließlich spricht kaum ein Unternehmer fließend und verhandlungssicher Koreanisch, Chinesisch oder Russisch. Bereits bei den ersten Gesprächen mit künftigen Geschäftspartnern leisten Dolmetscher wertvolle Dienste, denn ein ausgebildeter Dolmetscher beherrscht nicht nur die jeweilige Landessprache, er kennt auch die gesellschaftlichen und kulturellen Besonderheiten des Landes und sorgt dafür, dass das erste Treffen ohne  Missverständnisse und Tritt ins Fettnäpfchen verläuft. Missverständnisse kann es aber nicht nur im persönlichen Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern geben, sondern auch, wenn ein Unternehmen kein Geld für professionelle Übersetzer ausgeben will.

Fatale Folgen für Unternehmen durch fehlerhafte Übersetzungen
“1. die Verpackung zu auspacken und die Lampekette zu abnehmen 2. anschliessen mit dem Strom und pruefen, ob die Lampen und die Schmuckszubehoere in Ordnung sind, wenn es irgendein Problem gaebe, muss es sofort wechseln sein.” Wer diese Übersetzung einer Betriebsanleitung liest, kann sicher sein, dass hier kein Profi am Werk war. Manche Unternehmen sparen sich die Kosten für einen professionellen Übersetzer und lassen lieber Mitarbeiter oder automatische Übersetzungsprogramme auf die Texte los. Was dabei herauskommt, ist unfreiwillig komisch, unverständlich und kann für das Unternehmen fatale Folgen haben. Der Deutsche Fachverband für Technische Kommunikation und Informationsentwicklung hat 2010 in einer Studie die Folgen mangelhafter Gebrauchs- und Bedienungsanleitungen untersucht. Die Studie ergab, dass jede 10. Dokumentation schwere Mängel aufwies, die zum Teil auf fehlerhafte Übersetzungen zurückzuführen waren. Für Unternehmen kann es unangenehme Folgen nach sich ziehen, wenn sie an der falschen Stelle sparen: In Deutschland gilt das Fehlen einer deutschen Betriebsanleitung bereits als Sachmangel, und wenn Unfälle auf eine fehlerhafte Produkt- oder Betriebsanleitung zurückzuführen sind, muss der Hersteller oder Importeur mit rechtlichen Schritten und erheblichen Schadensersatzforderungen rechnen.

Regelmäßige Fortbildung wird für Sprachmittler künftig noch wichtiger
Ohne Übersetzer und Dolmetscher geht in unserer globalisierten Welt nichts mehr und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die Internationalisierung der Wirtschaft schafft einen enormen Bedarf an Übersetzungsleistungen, stellt aber auch wachsende Anforderungen an Sprachmittler. Neben einer qualifizierten Ausbildung wird von Dolmetschern und Übersetzern heute mehr denn je erwartet, dass sie sich in ihrem Spezialgebiet laufend weiterbilden. Es genügt heute nicht mehr sprachlich up-to-date zu sein, es wird erwartet, dass Übersetzer und Dolmetscher über die Entwicklungen in ihrem Fachgebiet sowie in technischen und rechtlichen Belangen auf dem Laufenden sind. Als Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher engagiert sich ATICOM deshalb seit jeher besonders für die Fort- und Weiterbildung und bietet Seminare, Kurse und Veranstaltungen an, in denen sich Übersetzer und Dolmetscher laufend weiter qualifizieren können, um so die Herausforderungen der Zukunft noch besser zu meistern.

Über ATICOM e. V.
Der Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher ATICOM e. V. mit Sitz in
Hattingen, Nordrhein-Westfalen, wurde 1999 gegründet. Als spezifische Interessenvertretung professioneller, ausgebildeter Übersetzer und Dolmetscher fungiert ATICOM als Schnittstelle zwischen rund 200 Mitgliedern und potenziellen Auftraggebern wie Unternehmen, Verbänden, Behörden und Institutionen. Über die Website www.aticom.de, die jährlich über 700.000 Seitenaufrufe verzeichnet, und das elektronische Mitgliederverzeichnis sind für zahlreiche Sprachen und Fachgebiete qualifizierte Übersetzer und/oder Dolmetscher zu finden.

ATICOM setzt sich intensiv für die Professionalisierung des Berufsstandes ein und nimmt gemäß strengen Aufnahmekriterien nur Personen als Mitglieder auf, die eine berufliche
Qualifikation als Übersetzer und/oder Dolmetscher bzw. entsprechende Berufserfahrung
nachweisen können und den Beruf auch persönlich ausüben. Charakteristisch für ATICOM sind schlanke, demokratische Strukturen, wirtschaftliche Effizienz, hohe Transparenz und der kontinuierliche, direkte Austausch mit den Mitgliedern. Wichtige Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind neben der intensiven Kooperation mit gleichgesinnten Verbänden im In- und Ausland die umfassende Weiterbildung der ATICOM-Mitglieder. So werden kontinuierlich berufsspezifische Seminare und Veranstaltungen zu verschiedenen Themen angeboten, wie z. B. Marketing, Kundenbindung, Preiskalkulation, Steuerrecht, Gerichtsdolmetschen, HTML und elektronische Medien.

ATICOM wurde im August 2002 als Vollmitglied in den Weltverband FIT aufgenommen und wirkt seitdem aktiv in verschiedenen Gremien der Dachorganisation mit.
(www.aticom.de)

Quelle: ATICOM, Pressemitteilung vom 29.02.2012

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”

2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”

Berlin, 16. Februar 2012

Der Bundesverband der Dolmetscher und
Übersetzer e. V. (BDÜ) veranstaltet vom 28. bis 30. September 2012 die
2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft“ in Berlin.
Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung lautet “Dolmetscher und
Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation”. Damit
rückt der Verband die Expertenkompetenz von Dolmetschern und
Übersetzern sowie den aktuellen Trend zur Spezialisierung in den
Fokus.

Die Teilnehmer können sich aus rund 150 Vorträgen,
Seminaren und Workshops ein individuelles Programm
zusammenstellen. Darunter sind Veranstaltungen zu übergeordneten
Themen wie Marketing und Terminologieverwaltung ebenso wie
Fachvorträge zum Dolmetschen im Gesundheitswesen,
Softwarelokalisierung oder Literaturübersetzen. Eine begleitende
Fachmesse und eine Stellenbörse runden das Tagungsprogramm
ab. Die Fachkonferenz richtet sich an Dolmetscher und Übersetzer –
ob selbstständig tätig oder angestellt. Studierenden gewährt die
Veranstaltung interessante Einblicke in die Berufspraxis.

Der Verband konnte prominente Keynotespeaker für den Kongress
gewinnen. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Annette Schavan,
Bundesministerin für Bildung und Forschung. “Um sich auf
internationaler Ebene auszutauschen oder um wissenschaftliche
Erkenntnisse in die Gesellschaft zu vermitteln, brauchen
Forscherinnen und Forscher ein Sprachverständnis, das sie
außerhalb ihrer Muttersprache nicht immer haben”, so Schavan. “Oft
geht es darum, neue Ideen und extrem komplexe Zusammenhänge
zu erklären. Hier tragen professionelle Übersetzer zu einem
besseren Verständnis bei.”

Die Online-Anmeldung zur Fachkonferenz ist ab sofort möglich. Der
Veranstalter erwartet 1.500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland und
empfiehlt eine zeitige Buchung, denn die Plätze für Seminare und
Workshops sind limitiert. Wer sich bis 31. Mai 2012 anmeldet,
profitiert von einem Frühbucherrabatt. Nähere Informationen zum
Programm der Fachkonferenz und zur Online-Anmeldung gibt es im
Internet unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

 

 

 

 

Die Konferenzdaten auf einen Blick:
2. Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”
“Dolmetscher und Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation”
28. – 30. September 2012
Beginn: Freitag 12.30 Uhr (Einlass ab 9.00 Uhr)
Ende: Sonntag 15.00 Uhr
Freie Universität Berlin
Henry-Ford-Bau, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem
www.uebersetzen-in-die-zukunft.de

Über die Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft”:
Die Internationale Fachkonferenz “Übersetzen in die Zukunft” ist eine Veranstaltung
des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ). Mit der
Fachkonferenz will der Verband in Europa eine Plattform für den Austausch von
Dolmetschern und Übersetzern aus der ganzen Welt schaffen. Neben Vorträgen,
Seminaren und Workshops gibt es eine Stellenbörse sowie eine Fachmesse. An der
ersten Fachkonferenz im September 2009 nahmen rund 1.600 Teilnehmer aus über
40 Ländern teil. Die BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH, ein
Tochterunternehmen des BDÜ, ist Organisator der Veranstaltung. Weitere
Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

Über den Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ):
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) mit Sitz in Berlin
vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von Dolmetschern und Übersetzern
gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mit mehr als 7.000 Mitgliedern repräsentiert der
BDÜ über 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer. Er ist damit der
größte Berufsverband für Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und Europa.
Weitere Informationen über den Verband gibt es unter www.bdue.de.

Quelle: Pressemitteilung der BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH vom 16. Februar 2012

Internet World – die E-Commerce Messe am 27.-28. März 2012 in München

Die nächste Internet World – Die E-Commerce-Messe – findet am 27.-28. März 2012 im ICM München statt.

Der Schwerpunkt der Messe liegt auf E-Commerce-Lösungen: Welche Trends entwickeln sich rund um Mobile-Commerce? Was gibt es Neues zur Steigerung der Conversionrate? Wie wirken sich Entwicklungen bei der Shop-Software, Technik des Internets und E-Payment auf Nutzerverhalten und Usability aus? Auf 8000 qm präsentieren sich etwa 200 Aussteller.

Unter dem Motto “Die Zukunft des E-Commerce” präsentieren im begleitenden Kongress praxiserfahrene Referenten u. a. von Facebook, Deutsche Bahn, Deutsche Post, Dell, spannende Vorträge und aktuelle Case Studies zu den Themen Conversion-Optimierung, Online-Marketing & E-Mail-Marketing, Social Media & Social Commerce, Emotional Shopping, Mobile Commerce, Multichannel, Rechtswissen u. v. m.

Quelle: Pressemitteilung der Neue Mediengesellschaft Ulm mbH

Zur Anmeldung: http://www.internetworld-messe.de/

Wie viel XING darf es sein?

Wenige Tage vor Weihnachten 2011 blieb die „weiße Pracht“ zwar aus, doch dafür hagelte es Beitritte in der im Mai 2011 auf XING gegründeten BDÜ-Gruppe. Das deutsche Unternehmen XING – bis 2006 „openBC“ – ist eine webbasierte Plattform für geschäftliches Netzwerken, das sich im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit erfreut. Der Name „XING“ wurde aus Gründen der Internationalisierung gewählt und bedeutet auf Chinesisch so viel wie „es funktioniert“, „es klappt“; auf Englisch steht „XING“ für „crossing“ (Kreuzung), was als Begegnung von Geschäftskontakten gesehen werden kann. Nach einem Rundbrief des BDÜ an seine Mitglieder hatten ungefähr 500 Übersetzer und Dolmetscher das Potenzial der BDÜ-Gruppe auf XING erkannt. Innerhalb von weniger als 24 Stunden schnellte die Mitgliederzahl von 250 auf 750. Das ist rekordverdächtig! Mitte Januar wurde das 1000. Gruppenmitglied begrüßt, Tendenz weiter steigend – momentan stehen wir kurz vor 1.100.

Worauf ist dieses große Interesse zurückzuführen?

Social Media Marketing ist schon längst kein Hype mehr. Ein Allheilmittel ist es auch nicht, aber es hat sich im unternehmerischen Alltag etabliert. Eingefleischte Social-Media-Befürworter behaupten sogar, dass eine Enthaltsamkeit gleichzusetzen sei mit Nichtexistenz des Unternehmens. Wohlgemerkt, auch Freiberufler sind Unternehmer. Folglich stellt sich nicht die Frage, ob man „mitmacht“, sondern wie – und welche Ziele man verfolgen möchte. Die Social-Media-„Kanäle“ XING, LinkedIn, Twitter, Facebook, Google+, YouTube und flickr, um einige Schwergewichte der Internetbranche zu nennen, können durch ein als „Schaltzentrale“ („Hub“) dienendes Weblog (Blog) miteinander verknüpft werden, um den zeitlichen Aufwand zu reduzieren. Ob man wirklich überall vertreten sein und „mitmachen“ muss, das sei einmal dahin gestellt. Die Meinungen gehen hier weit auseinander. Letztlich muss dies jeder für sich selbst und für sein Unternehmen entscheiden.

Auf dieses komplexe Thema geht eine Kollegin in Kürze näher ein. Im heutigen Newsletter geht es um den BDÜ und die BDÜ-Gruppe auf XING, um die Chancen, die sich daraus ergeben. Die anderen Social-Media-„Kanäle“ bleiben zunächst außen vor.

Während zur verbandsinternen Plattform MeinBDÜ ausschließlich BDÜ-Mitglieder Zugang haben, ist die BDÜ-Gruppe auf XING eine offene, d. h. für jedermann sichtbare Gruppe ohne Zugangsrestriktionen. Jeder hat zumindest lesenden Zugriff auf die Foren. Jeder kann der Gruppe beitreten, auch Kunden und Interessenten, CAT-Tool-Hersteller, Anwälte, Hochschulabsolventen und Studenten usw. Die im „BDÜ-Space“ abgeschotteten BDÜ-Mitglieder sind nicht mehr ausschließlich unter sich und können die Chancen der öffentlichen Vernetzung und Vermarktung eher zu ihrem Vorteil nutzen, da sie auch von der externen Welt (potenzielle Kunden weltweit!) wahrgenommen werden. Bei 11 Mio. XING-Mitgliedern ist das Potenzial riesig.

Doch eins sei vorweggenommen: Das bloße Anlegen eines Profils führt in der Regel zu Enttäuschungen. Wer wahrgenommen werden möchte, beteiligt sich an Diskussionen, schreibt einen Beitrag in einem Forum, unterstützt einen Kollegen bei der Lösung eines Problems, verweist auf eine interessante Veranstaltung, gibt Fachliteraturtipps, schreibt einen Newsletter usw. Das Geben als Kernphilosophie aller geschäftlichen Netzwerke steht stets im Vordergrund der Online-Aktivitäten – das gilt auch auf XING. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Geben Früchte trägt. Darüber hinaus kann das Gruppenmitglied seine eigene Marke entwickeln bzw. weiterentwickeln. Dass das nicht von heute auf morgen und ohne Zeitaufwand geht, versteht sich von selbst. Präsenz, Sichtbarkeit und Aktivität lauten die Zauberworte.

Zusammengefasst bietet die BDÜ-Gruppe auf XING ihren Mitgliedern und somit auch dem BDÜ eine Reihe von Chancen:

Mehr Transparenz und Steigerung des Bekanntheitsgrades

Der BDÜ wird transparenter und steigert seinen Bekanntheitsgrad – auch im Ausland. Davon profitieren auch seine Mitglieder. „BDÜ“ wird zu einer internationalen Marke. Kunden und Interessenten erhalten Einblicke in die Arbeitswelt und Herausforderungen der Übersetzer und Dolmetscher, da die Gruppe öffentlich und für jeden zugänglich ist. Das Bewusstsein in der Öffentlichkeit wird dahingehend geschärft, dass professionelles Übersetzen und Dolmetschen nicht mit maschineller Übersetzung oder Wörterbuchwälzen gleichzusetzen ist, sondern ein anspruchsvoller Beruf, der vielfältige Talente und Fähigkeiten erfordert.

Einfache Kontaktaufnahme zu anderen Mitgliedern und Geschäftsanbahnung

XING ist eine webbasierte Plattform für geschäftliches Netzwerken. Die Gruppenmitglieder nehmen unkompliziert Kontakt miteinander auf, sie vernetzen sich, tauschen sich aus, stellen Informationen mit Mehrwert zur Verfügung, lernen sich gegenseitig kennen und vertrauen einander. Durch die Forendiskussionen kann sich jeder ein Bild von den anderen Mitgliedern machen. Kunden und Interessenten lernen potenzielle Dienstleister kennen und treten mit Anfragen und Aufträgen an sie heran, Geschäftspartnerschaften entstehen. Ein Engagement ist eine einfache Möglichkeit zur Eigenpräsentation in einem geschäftsorientierten Ambiente.

Engagement in der BDÜ-Gruppe ist Kommunikation und Marketing

Je aktiver und engagierter sich ein Mitglied einbringt – in puncto Ton, Nutzwert, Reaktionsschnelligkeit und Häufigkeit – desto effektiver das Marketing. Überlegen Sie, welche Informationen für Kollegen, Kunden und Interessenten relevant sein können und Mehrwert darstellen. Geben Sie Wissen weiter. Verkaufen Sie nicht Ihre Dienstleistungen. „People don’t like to be sold, but they love to buy”. XING ist nicht der richtige „Ort“ für einen Sales-Pitch. Kommentare von anderen Mitgliedern bedeuten „Mitmachen“. Interaktion ist das Beste, was Ihnen passieren kann. Und denken Sie immer daran: Auch Kollegen sind potenzielle Kunden und Referenzgeber.

Kanalisieren und Filtern von Informationen

Wertvolle Inhalte im Internet zu finden kann schwieriger sein als die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Was Sprachmittler benötigen, sind nicht mehr Inhalte, sondern gute „Filter“, die schnell und zuverlässig zu den wertvollen Informationen führen, die das Internet zu bieten hat. Andere Sprachmittler sind die besten „Filter“. Der Trendbegriff dafür heißt „Kanalisieren“. Auf einen Link aus dem eigenen Kollegenkreis klickt man eher als auf einen Link von einem Unbekannten.

Schutz der Privatsphäre – Einstellungen

Es mag paradox klingen, einerseits eine öffentliche Bühne zu betreten und sich „in die Karten schauen“ zu lassen und sich andererseits Gedanken über den Datenschutz zu machen. Auf XING ist beides möglich. Sie können über die Funktion „Einstellungen“, die XING bietet, Ihre Privatsphäre je nach Bedürfnis konfigurieren, z. B. ob Ihre Beiträge von Suchmaschinen gefunden werden sollen oder ob Sie in Beiträgen namentlich zitiert werden möchten usw. Wie viel Sie von sich preisgeben, entscheiden Sie allein. Neuen XING- bzw. Gruppenmitgliedern sei empfohlen, gleich nach der Anmeldung die Einstellungen zur Privatsphäre anzupassen. Wer auf XING „anonym“ bleiben will, kann das durchaus sein, nur wird damit die Chance auf weitreichende geschäftliche Kontakte drastisch verringert, was nicht im Sinne der BDÜ-Gruppe ist.

Entscheiden Sie sich fürs Mitmachen, ganz nach dem Vorbild von Jeffrey Gitomer:
I give value first. I help other people. I strive to be the best at what I love to do.
I establish long term relationships with everyone. I have fun and I do that every day.

Autor: Aniello Scognamiglio

Dieser Artikel ist heute als Newsletter in der Gruppe “BDÜ – Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer” auf XING verschienen.

Fotonachweis: Gerd Altmann (pixelio.de)

Der BDÜ auf XING zählt jetzt schon über 1.000 Gruppenmitglieder

Wenige Tage vor Weihnachten 2011 blieb der angekündigte Schnee in München zwar aus, doch dafür hagelte es Beitritte in der Ende Mai 2011 gegründeten BDÜ-Gruppe auf dem webbasierten sozialen Netzwerk XING (chinesisch für „es ist möglich“). Etwa 500 neue Gruppenmitglieder hatten das Potenzial der XING-Gruppe erkannt und ließen innerhalb von weniger als 24 Stunden die Mitgliederzahl von 250 auf 750 schnellen. Am 12.01.2012 wurde Gruppenmitglied Nr. 1.000 begrüßt, Tendenz weiter steigend …

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